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ulfTone » artists » John Prine
John Prine
in spite of ourselfes
"A feast of great singing, great songs, and great matchups." BILLBOARD
Am 27.09.1999 erschien auf ulfTone music das lang erwartete, neue Studioalbum des Songwriters, Grammygewinners, ehemaligen Postboten und amerikanischen Kulturschatzes John Prine. Für Prine waren es immer die kleinen, unspektakulären Momente, die Menschen ausmachen, und eben diese kleinen Begebenheiten waren für ihn die inspiriendsten.
Auf "In Spite Of Ourselves" wendet er eben diese Prinzipien auf eine Fülle von meist übersehenen Songs anderer Künstler an, die eben diese Realität schildern. "In Spite Of Ourselves" spricht viele dieser Variationen und die oft verrückten Folgen an und bringt Prine an die Seite der besten weiblichen Sängerinnen aus den verschiedenen Schattierungen der heutigen Countrymusik.
Ob nun mit rootsorientierten Sängerinnen wie Iris DeMent und Lucinda Williams, der ewig zeitlosen Emmylou Harris, Mainstream-Stars wie Patty Loveless oder Trisha Yearwood, Vintage-Diamanten wie Melba Montgomery und Connie Smith oder der irischen Institution Dolores Keane; Prine suchte sich
perfekte Partnerinnen, um Ebbe und Flut der zwischenmenschlichen Beziehungen farbenfroh zu illuminieren.
"Countrymusik war einst ein Platz für Wahrheit und über Menschen, die mit dem Leben, das sie lebten, ehrlich umgingen," gibt Prine mit seiner sonoren Stimme zu. "Ich setzte mich hin und schrieb eine Liste mit absoluten Traumpartnerinnen für Duette und wir begannen dann, diese Leute anzurufen. Zu meiner Verwunderung sagten alle zu. Und weißt Du was? Ich finde es klasse, mit Frauen zu singen. Es nimmt ein bißchen die Kanten aus meiner Stimme."
Prine spricht mit Ehrfurcht und tiefem Respekt von seinen Partnerinnen und ihrer Kunst, die Songs zu interpretieren, denn: "Es gibt definitiv eine Grenzlinie zwischen Country und Folk. Country klingt nie ausgedacht, auch wenn die Songwriter auf jede Silbe genauestens achten. Es wirkt dennoch immer wie eine natürliche Konversation, und den Leuten, die singen mußt Du einfach glauben, daß sie sagen, tun und leben, über was sie singen."
"In Spite Of Ourselves" feiert die Liebe in allen möglichen Schattierungen und Geschmacks-richtungen: gestohlene Liebe, frustrierte Liebe, zerfallende Liebe, zärtliche Liebe, unkon-ventionelle Liebe, verfolgte Liebe, unmögliche Liebe, nie endende Liebe. Und es dreht sich um Johns eigene Liebe für klassische Countrymusik; Männer, die mit Frauen singen und einen siebten Sinn haben für die Sachen, die sonst oft übersehen werden.
In Jim Rooney fand John einen idealen Partner als Co-Produzenten, denn er verstand es, seine Philosophie von ehrlicher, unverfälschter Musik perfekt umzusetzen. "Wir hatten eine Reihe von Songs für jede von ihnen parat. Wir hatten die Band gut vorbereitet, so daß wir nur noch ihr jeweiliges Mikrophon checken mußten. Eigentlich alle Titel waren beim ersten oder zweiten Mitschnitt im Kasten. Ich denke man bekommt beim Hören das Gefühl, daß dort etwas Besonderes passiert", erklärt Prine.
Der Titelsong des Albums entstand, nachdem John einen Anruf von Billy Bob Thornton bekam, der ihn fragte, ob er in seinem neuen Film "Daddy & Them" die Rolle seines Bruders übernehmen wolle. Für John, der wegen seiner Erkrankung an Kehlkopfkrebs drei Jahre lang pausieren mußte, war dieses Angebot die perfekte Rückkehr ins Arbeitsleben. Während der Dreharbeiten fragte Billy Bob, ob John nicht einen Song für den Abspann beisteuern wolle.. Er dachte an ein Duett, ohne zu ahnen, daß John drei Jahre zuvor bereits mit der Arbeit für ein Album begonnen hatte, welches genau dieses Konzept verfolgte. John sagte trotz anfänglicher Skepsis zu, schrieb "In Spite Of Ourselves" in Anlehnung an die Titelcharaktere und beendete die Arbeit an seinem Album. Der Song erwies sich als perfekter Titeltrack.
Wenn man wie John von Kindheit an mit selbstloser Hingabe die (Country-) Musik liebt und ihrer unbeschreiblichen Faszination ständig ausgesetzt ist, entsteht eine Art unschuldiger Enthusiasmus, der alles andere übersteigt. "Ich liebe wirklich alles in meinem Leben und ich habe eine wunderbare Zeit", sagt Prine, "alles läuft und fühlt sich wirklich gut an auch meine ältesten Songs wirken auf mich noch immer frisch. Und mal ehrlich eine Platte mit all diesen großartigen Frauen aufzunehmen was auf dieser Welt könnte schöner sein!"
In unserem Gespräch kamen wir auf einige der Partnerinnen, die auf diesem großartigen Album mitwirken:
Über Iris DeMent:
"Ihre Stimme klingt wie die der großen Stars der 30er, gepaart mit ein wenig Verrücktheit, die mich an die Schauspielerin Judy Holliday erinnert."
Über Connie Smith:
"Ich hörte sie oft in der Grand Ole Opry und sie hat diese majestätische Stimme. Niemand wird jemals so singen wie Connie."
Über Lucinda Williams:
"Ihre Stimme birgt eine Art eigene Geschichte. Man hört die Weisheit von jemandem, der viel gesehen und erlebt hat."
Über Trisha Yearwood:
"Sie hat eine großartige Stimme! Sie sagte mir "Angel from Montgomery" sei ein großer Song. Ich fühlte mich sehr geschmeichelt."
Über Melba Montgomery:
"Ihre Stimme verkörpert Country wie keine zweite. Sie ist die Wurst auf dem Brot. Ohne sie wäre das Album nicht komplett."
Über Emmylou Harris:
"Wir hatten bis dato nie zusammen aufgenommen. Ihre Stimme macht einem Gänsehaut. Du hörst sie und alles steht still. Es ist gespenstisch.
Tracklisting:
1.(We´re not) The Jet Set w/Iris DeMent
2. So Sad (To Watch Good Love Go Bad) w/Connie Smith
3. Wedding Bells/Let´s Turn Back The Years w/Lucinda Williams
4. When Two Worlds Collide w/Trisha Yearwood
5. Milwaukee Here I Come w/Melba Montgomery
6. I Know One w/Emmylou Harris
7. It´s A Cheating Situation w/Dolores Keane
8. Back Street Affair w/Patty Loveless
9. Loose Talk w/Connie Smith
10. Let´s Invite Them Over w/Iris DeMent
11. ´Til A Tear Becomes A Rose w/Fiona Prine
12. In A Town This Size w/Dolores Keane
13. We Could w/Iris DeMent
14. We Must Have Been Out Of Our Minds w/Melba Montgomery
15. In Spite Of Ourselves w/Iris DeMent
16. Dear John (I Sent Your Saddle Home)
"John Prine resurfaces with an album that is one of the finest of his career"
-Country Music People
"If Hank Williams was still alive hed buy this one and cry into his beer"
-Q
"Prine reveals himself as an outstandig singer in the George Jones mould and the selection of duets is astute enough to offer honest charm and genuine sentiment without any of the sickly overkill of cliché"
-Mojo
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